CBD: Wirkung, Anwendung und was die Forschung sagt


Fläschchen mit CBD-Öl und Pipette neben frischen Hanfblättern auf einer hellen Holzfläche
CBD wird aus Hanf gewonnen und wirkt nicht berauschend.
Kurz erklärt

CBD (Cannabidiol) ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze. Anders als THC wirkt es nicht berauschend. CBD greift in das körpereigene Endocannabinoid-System ein. In der Forschung wird es unter anderem in den Bereichen Stress, Schlaf und Haut untersucht. Produkte mit sehr geringem THC-Gehalt sind in Deutschland frei erhältlich. Dieser Text informiert und ist keine medizinische Beratung.

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol. Es ist einer von über hundert Wirkstoffen der Hanfpflanze, den sogenannten Cannabinoiden. Der bekannteste andere Wirkstoff ist THC. Der große Unterschied: THC macht „high“, CBD nicht. Deshalb fällt CBD nicht unter die gleichen strengen Regeln wie THC.

Produkte mit CBD gibt es als Öl, Kapseln, Kosmetik oder Tee. Wichtig: CBD-Produkte aus dem freien Handel sind keine Arzneimittel. Sie dürfen nicht mit Heilversprechen beworben werden. Dieser Artikel erklärt nur, was CBD ist und wo es erforscht wird.

CBD auf einen Blick

Punkt Details
Voller Name Cannabidiol
Berauschend? nein
Herkunft Hanfpflanze (Cannabis sativa)
Wirkt über das Endocannabinoid-System
Übliche Formen Öl, Kapseln, Kosmetik, Tee
Rechtsstatus (DE) Produkte mit sehr geringem THC-Gehalt frei erhältlich
Erforschte Bereiche u. a. Stress, Schlaf, Haut, Epilepsie

THC und CBD – der Unterschied

CBD und THC stammen aus derselben Pflanze, wirken aber sehr verschieden. Die Grafik stellt beide gegenüber.

CBD vs. THC

CBDTHCnicht berauschendmacht nicht „high“frei erhältlich (gering THC)kein Rausch-Effektberauschendmacht „high“streng reguliertpsychoaktiv

Abbildung 1: CBD wirkt nicht berauschend, THC schon.

Mehr zu den Regeln rund um THC liest du im Artikel zum Cannabis-Gesetz 2024.

Wie wirkt CBD im Körper?

Unser Körper hat ein eigenes System, das viele Vorgänge ausbalanciert: das Endocannabinoid-System. Es spielt unter anderem bei Stimmung, Schlaf und Schmerzempfinden eine Rolle. CBD greift in dieses System ein, allerdings auf andere Weise als THC. Die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig erforscht.

Infografik CBD: untersuchte Anwendungsfelder Haut, Stress, Schlaf und Wohlbefinden, mit dem Hinweis wird in Studien untersucht
Abbildung 2: Bereiche, in denen CBD wissenschaftlich untersucht wird.

In Studien wird CBD in mehreren Bereichen untersucht – etwa bei Stress, Schlafproblemen und in der Hautpflege. Bei einer bestimmten Form der Epilepsie ist ein CBD-Arzneimittel sogar offiziell zugelassen. Aus laufender Forschung lässt sich aber kein allgemeines Heilversprechen ableiten.

Anwendung und Sicherheit

CBD gilt als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel Müdigkeit, Mundtrockenheit oder Magen-Darm-Beschwerden. Wichtig: CBD kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Wer regelmäßig Arzneimittel nimmt, sollte die Anwendung vorher ärztlich abklären. Mehr zu möglichen Nebenwirkungen und Risiken von Cannabis liest du im eigenen Artikel.

Häufige Fragen zu CBD

Macht CBD high?

Nein. CBD wirkt nicht berauschend. Für den Rausch ist das THC verantwortlich.

Ist CBD in Deutschland legal?

Produkte mit sehr geringem THC-Gehalt sind frei erhältlich. Die genauen Grenzwerte sind je nach Produktart geregelt.

Wofür wird CBD untersucht?

In Studien unter anderem in den Bereichen Stress, Schlaf und Haut. Bei einer bestimmten Epilepsieform ist ein CBD-Arzneimittel zugelassen.

Welche Formen gibt es?

Häufig sind Öl, Kapseln, Kosmetik und Tee.

Hat CBD Nebenwirkungen?

Es gilt als gut verträglich. Möglich sind zum Beispiel Müdigkeit, Mundtrockenheit oder Magen-Darm-Beschwerden.

Kann CBD mit Medikamenten in Wechselwirkung treten?

Ja, das ist möglich. Wer Medikamente nimmt, sollte die Anwendung vorher ärztlich abklären.

Ist CBD ein Medikament?

CBD-Produkte aus dem freien Handel sind keine Arzneimittel. Es gibt aber einzelne zugelassene CBD-Medikamente.

Referenzen und Quellen

  1. Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): Zulassung von Cannabidiol (Epidyolex) bei bestimmten Epilepsieformen.
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Stellungnahmen zu CBD in Lebensmitteln.
  3. Larsen, C. & Shahinas, J. (2020): „Dosage, Efficacy and Safety of Cannabidiol Administration: A Systematic Review.“ Journal of Clinical Medicine Research, 12(3), 129–141.
  4. Iffland, K. & Grotenhermen, F. (2017): „An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol.“ Cannabis and Cannabinoid Research, 2(1), 139–154.


Redaktioneller Informationsbeitrag für Erwachsene (18+). Keine Konsumaufforderung, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Stand bei Veröffentlichung; Gesetze und Studienlage können sich ändern.