Purple Haze Cannabis Strain: Wirkung, Anbau & Medizinische Anwendungen


Nahaufnahme einer violett gefärbten, harzigen Purple-Haze-Blüte mit orangefarbenen Blütenstempeln
Purple Haze – harzige Blüte mit dichtem Trichombesatz.

Wichtige Fakten zu Purple Haze

Eigenschaft Details
Typ Sativa-dominant (70% Sativa / 30% Indica)
THC-Gehalt 17-22%
CBD-Gehalt Niedrig (unter 1%)
Herkunft Purple Thai × Haze
Geschmack Beere, süß, leicht erdig
Aroma Süß-fruchtig mit erdiger Note
Wirkung Anregend, kreativ, fröhlich
Medizinische Anwendung Wird mit Stimmung, Antrieb und Stress in Verbindung gebracht
Blütezeit 9-10 Wochen
Ertrag (Indoor) mittel
Ertrag (Outdoor) mittel bis hoch
Wuchshöhe Hoch
Schwierigkeitsgrad (Anbau) Mittel

Einführung in Purple Haze

Purple Haze ist eine bekannte Sativa und auch durch die Musik berühmt geworden. Auffällig ist ihre violette Farbe. Ihren Namen hat sie genau davon.

Purple Haze ist ein Hybrid, bei dem der Sativa-Anteil überwiegt. Sativa-Sorten wirken oft eher anregend und aktiv. Viele nutzen sie deshalb am Tag.

Die violette Farbe teilt sie mit der Granddaddy Purple. Wie der Klassiker OG Kush gehört auch Purple Haze zu den bekanntesten Namen der Cannabis-Welt.

Genetik und Herkunft

Purple Haze entstand aus der Kreuzung von Purple Thai und Haze. Von der einen Sorte kommt die Farbe und das fruchtige Aroma, von der anderen die anregende Wirkung. Die violette Farbe entsteht durch Anthocyane. Das sind natürliche Farbstoffe in der Pflanze, die bei kühlen Temperaturen stärker hervortreten.

Die Elternsorten

  • Purple Thai: bringt die violette Farbe und das süß-fruchtige Aroma.
  • Haze: eine klassische Sativa-Linie. Sie sorgt für die anregende, kreative Wirkung.

Genetische Abstammung von Purple Haze

Purple HazePurple ThaiHaze

Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Purple Haze.

Aroma und Terpenprofil

Das Aroma von Purple Haze ist süß und fruchtig, mit einer leicht erdigen Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Purple Haze sind vor allem Myrcen, Pinen und Caryophyllen wichtig.

Infografik mit Purple-Haze Key Facts: Typ Sativa-dominant, THC 17-22%, Bluetezeit 9-10 Wochen, Genetik Purple Thai x Haze und Terpene Myrcen, Pinen, Caryophyllen
Abbildung 2: Purple Haze auf einen Blick – Typ, THC, Blütezeit, Genetik und wichtige Terpene.
Terpen Geruch / Geschmack Was in der Forschung dazu besprochen wird
Myrcen Erdig, leicht süß Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen.
Pinen Wie Kiefernnadeln Kommt auch in Kiefern vor. Wird in der Forschung mit Wachheit in Verbindung gebracht.
Caryophyllen Pfeffrig, würzig Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht.

Wirkung und Effekte

Wirkung auf den Geist

Purple Haze wirkt eher anregend. Viele fühlen sich wach, fröhlich und kreativ. Deshalb passt sie gut zum Tag.

Wirkung auf den Körper

Die körperliche Wirkung ist leicht. Sie macht meist nicht müde. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.

Medizinische Anwendung

In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Purple Haze im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.

Diskutierte Anwendungsbereiche

Bereich In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang
Stimmung THC und Terpene wie Pinen werden mit stimmungsbezogenen Effekten in Verbindung gebracht.
Antrieb und Tagesform Das sativabetonte Profil wird in Berichten mit anregenden Effekten beschrieben.
Stress und Anspannung Für THC und einzelne Terpene werden Effekte besprochen (bei empfindlichen Personen mit Vorsicht).
Appetit THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht.

Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.

Anbauinformationen

Anbau drinnen (Indoor)

Purple Haze wird recht hoch. Etwas Höhenkontrolle ist sinnvoll, zum Beispiel durch leichtes Biegen der Triebe. Die Blütezeit ist mit 9 bis 10 Wochen eher lang.

Anbau draußen (Outdoor)

Draußen braucht sie ein warmes Klima mit langer Saison. Kühle Nächte am Ende können die violette Farbe verstärken.

Häufige Fehler

Wer die Farbe erzwingen will, kühlt die Pflanze oft zu stark ab. Das schadet ihr. Eine leichte Abkühlung in der Nacht reicht.

Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).

Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)

  • Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
  • Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
  • Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
  • Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
  • Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.

Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)

  • Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
  • Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
  • Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
  • Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.

Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)

  • Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
  • Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
  • Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
  • In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.

Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.

Häufig gestellte Fragen zu Purple Haze

Warum ist Purple Haze violett?

Durch Anthocyane. Das sind natürliche Farbstoffe, die bei kühlen Temperaturen stärker sichtbar werden.

Ist Purple Haze Indica oder Sativa?

Sie ist überwiegend Sativa und wirkt eher anregend.

Macht Purple Haze müde?

Meist nicht. Viele fühlen sich eher wach und kreativ.

Wie schmeckt Purple Haze?

Süß und fruchtig nach Beeren, mit einer leicht erdigen Note.

Wie lange blüht Purple Haze?

Etwa 9 bis 10 Wochen.

Wie hoch ist der THC-Gehalt?

Meist zwischen 17 und 22 Prozent.

Referenzen und Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
  3. Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
  4. Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
  5. Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
  6. Tanaka, Y., Sasaki, N. & Ohmiya, A. (2008): „Biosynthesis of plant pigments: anthocyanins, betalains and carotenoids.“ The Plant Journal, 54(4), 733–749.
  7. Sommano, S. R., Chittasupho, C., Ruksiriwanich, W. & Jantrawut, P. (2020): „The Cannabis Terpenes.“ Molecules, 25(24), 5792.
  8. ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.


Redaktioneller Informationsbeitrag für Erwachsene (18+). Keine Konsumaufforderung, keine medizinische Beratung. Affiliate-Links sind als Werbung gekennzeichnet.