
Wichtige Fakten zu OG Kush
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Indica-dominanter Hybrid (Kreuzung) |
| THC-Gehalt | 20-25% (hoch) |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Chemdawg × Lemon Thai × Hindu Kush |
| Geschmack | Erdig, Zitrone, Kiefer, etwas Kraftstoff |
| Aroma | Erdig-würzig mit Zitrus- und Kiefernnote |
| Wirkung | Entspannend, stimmungshebend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Schmerzempfinden und Schlaf in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 8-9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | mittel bis hoch |
| Ertrag (Outdoor) | mittel |
| Wuchshöhe | Mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Mittel |
Einführung in OG Kush
OG Kush ist eine der wichtigsten Sorten der Cannabis-Geschichte. Sehr viele moderne Sorten haben sie als Eltern- oder Großelternteil. Bekannt ist sie für ihr erdig-würziges Aroma und eine kräftige, entspannende Wirkung.
OG Kush ist ein Hybrid. Ein Hybrid ist eine Kreuzung aus mehreren Sorten. Bei OG Kush überwiegt der Indica-Anteil. Indica-Sorten wirken oft eher körperlich und beruhigend.
Ihr Erbe steckt in vielen bekannten Sorten. Direkt kreuzt zum Beispiel die fruchtige Pineapple Kush die OG Kush mit einer Ananas-Sorte. Eng verwandt sind auch die schwere Bubba Kush und – über die Chemdawg-Linie – die sehr harzige Gorilla Glue.
Genetik und Herkunft
Die genaue Abstammung von OG Kush ist bis heute nicht ganz sicher. Am häufigsten wird sie auf eine Kreuzung aus Chemdawg, Lemon Thai und einer Hindu-Kush-Landrasse zurückgeführt. Eine Landrasse ist eine alte, natürlich gewachsene Sorte aus einer bestimmten Region. Entstanden ist OG Kush wohl Anfang der 1990er-Jahre in den USA.
Die Elternsorten
- Chemdawg: bringt die kräftige, leicht kraftstoffartige Note und einen Großteil der Stärke.
- Lemon Thai: steuert eine zitronige, leicht anregende Note bei.
- Hindu Kush: eine Indica-Landrasse aus dem Hindukusch-Gebirge. Sie sorgt für die erdige Tiefe und das viele Harz.
Genetische Abstammung von OG Kush
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von OG Kush.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von OG Kush ist erdig und würzig. Dazu kommen eine Zitrusnote und ein Hauch Kiefer. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei OG Kush sind vor allem Myrcen, Limonen und Caryophyllen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
OG Kush wirkt deutlich körperlich entspannend. Viele Menschen nutzen sie am Abend. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Zu Beginn hebt sie oft die Stimmung und kann den Kopf frei machen. Danach wird die Wirkung ruhiger. Wegen der hohen Stärke sollten Einsteiger wenig nehmen.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird OG Kush im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
OG Kush braucht etwas Pflege. Sie reagiert empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit. Eine gute Luftbewegung ist deshalb wichtig. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Draußen mag sie ein warmes, trockenes Klima, wie es im Mittelmeerraum vorkommt. In nassen Regionen hilft ein Gewächshaus.
Häufige Fehler
Zu viel Wasser und zu wenig Luft führen schnell zu Problemen. Wer die Pflanze leicht entlaubt, lässt mehr Licht und Luft an die Blüten.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu OG Kush
Was bedeutet OG bei OG Kush?
Dafür gibt es mehrere Erklärungen. Oft wird OG als „Original“ gedeutet. Sicher belegt ist die Herkunft des Namens nicht.
Ist OG Kush Indica oder Sativa?
OG Kush ist überwiegend Indica. Die Wirkung ist eher körperlich und entspannend.
Wie stark ist OG Kush?
Mit etwa 20 bis 25 Prozent THC ist sie stark. Einsteiger sollten vorsichtig dosieren.
Wie schmeckt OG Kush?
Erdig und würzig, mit einer Zitrusnote und einem Hauch Kiefer.
Wie lange blüht OG Kush?
Etwa 8 bis 9 Wochen.
Welche Sorten stammen von OG Kush ab?
Sehr viele, zum Beispiel Pineapple Kush und Girl Scout Cookies. Auch Bubba Kush ist eng verwandt.
Ist OG Kush für Anfänger geeignet?
Beim Anbau braucht sie etwas Erfahrung. Beim Konsum sollte man wegen der Stärke wenig nehmen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.