
Wichtige Fakten zu Gorilla Glue (GG4)
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Ausgewogener Hybrid (leicht Indica-betont) |
| THC-Gehalt | 25-28% (extrem hoch) |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Chem’s Sister × Sour Dubb × Chocolate Diesel |
| Geschmack | Erdig, Diesel, Schokolade, Kaffee |
| Aroma | Streng, erdig, mit Diesel- und Kakaonote |
| Wirkung | Stark entspannend, schwer (Couch-Lock) |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Schmerzempfinden, Stress und Schlaf in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 8-9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | ca. 500-600 g/m² |
| Ertrag (Outdoor) | hoch |
| Wuchshöhe | Mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Einsteiger bis mittel |
Einführung in Gorilla Glue (GG4)
Gorilla Glue, auch GG4 genannt, ist berühmt für eine Sache: extrem viel Harz. Die Blüten sind so klebrig, dass Scheren beim Schneiden verkleben. Daher kommt der Name „Glue“, also Kleber.
Gorilla Glue gehört zu den stärksten Sorten überhaupt. Der THC-Gehalt kann bei 25 bis 28 Prozent liegen. THC ist der Stoff, der den Rausch auslöst. Deshalb ist diese Sorte nichts für Einsteiger.
Sie ist ein ausgewogener Hybrid, also eine Kreuzung mit etwa gleich viel Indica und Sativa. Über ihre Diesel-Eltern ist sie mit der bekannten Sour Diesel verwandt.
Genetik und Herkunft
Gorilla Glue entstand in den USA durch Zufall. Drei Sorten wurden miteinander gekreuzt: Chem’s Sister, Sour Dubb und Chocolate Diesel. Aus dieser Mischung wurde die Variante Nummer 4 (GG4) ausgewählt, weil sie besonders gut war.
Die Elternsorten
- Chem’s Sister: Aus der Chemdawg-Linie. Sorgt für die hohe Stärke.
- Sour Dubb: Aus der Diesel-Linie. Bringt die saure, kraftstoffartige Note.
- Chocolate Diesel: Liefert die Noten von Schokolade und Kaffee.
Ihre kräftige, harzige Art teilt sie mit modernen US-Hybriden wie der Zkittlez.
Genetische Abstammung von Gorilla Glue (GG4)
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Gorilla Glue (GG4).
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Gorilla Glue ist kräftig und erdig. Man riecht eine Note von Diesel, also Kraftstoff, dazu Schokolade und Kaffee. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Wichtig sind hier Caryophyllen, Limonen und Myrcen.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
| Myrcen | Erdig, moschusartig | Das häufigste Cannabis-Terpen. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Gorilla Glue wirkt stark körperlich. Viele fühlen sich sehr schwer und entspannt. Man spricht hier oft vom „Couch-Lock“: Man möchte sich gar nicht mehr vom Sofa bewegen. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Am Anfang hebt sie die Stimmung und kann glücklich machen. Danach wird die Wirkung ruhig und träge. Wegen der hohen Stärke ist eine kleine Menge ratsam.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Gorilla Glue (GG4) im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Stress und Anspannung | Für THC und einzelne Terpene werden entspannende Effekte besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Gorilla Glue ist robust und liefert viel Ertrag. Das macht sie auch für Anfänger interessant. Sie bleibt mittelhoch. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen. Wegen der vielen klebrigen Trichome (das sind die Harzdrüsen) sollte man Handschuhe tragen.
Anbau draußen (Outdoor)
Draußen braucht sie ein warmes, sonniges Klima. Dann liefert sie hohe Erträge mit sehr harzigen Blüten.
Häufige Fehler
Die Pflanze wird in der Blüte sehr schwer. Die Zweige können unter dem Gewicht abknicken. Deshalb sollte man sie mit Stäben oder Netzen abstützen.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Gorilla Glue (GG4)
Warum heißt sie Gorilla Glue?
Wegen des vielen klebrigen Harzes. Beim Schneiden verkleben sogar die Scheren, ähnlich wie bei Kleber (englisch „Glue“, also Kleber).
Wie stark ist Gorilla Glue?
Sehr stark. Der THC-Gehalt liegt oft bei 25 bis 28 Prozent. Sie zählt zu den stärksten Sorten.
Was bedeutet Couch-Lock?
Das ist eine sehr schwere, körperliche Entspannung. Man möchte sich kaum noch bewegen und bleibt am liebsten auf dem Sofa.
Wie schmeckt Gorilla Glue?
Erdig, mit Noten von Diesel, Schokolade und Kaffee.
Wie lange blüht Gorilla Glue?
Etwa 8 bis 9 Wochen.
Ist Gorilla Glue für Anfänger geeignet?
Beim Anbau ja, weil sie robust ist. Beim Konsum sollten Einsteiger wegen der hohen Stärke aber sehr wenig nehmen.
Ist GG4 dasselbe wie Gorilla Glue?
Ja. GG4 steht für Gorilla Glue Nummer 4, die bekannteste Variante dieser Sorte.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.