
AMS ist eine Cannabissorte vom Typ Sativa-dominanter Hybrid mit einem THC-Gehalt von 15-20% und nur wenig CBD. Genetisch geht sie auf Skunk #1 × Amnesia Haze zurück und blüht in 9-10 Wochen. Das Aroma ist zitrisch-würzig, anregend; die Wirkung gilt als anregend, klar, fröhlich.
Wichtige Fakten zu AMS
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Sativa-dominanter Hybrid |
| THC-Gehalt | 15-20% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Skunk #1 × Amnesia Haze |
| Geschmack | Zitrus, würzig, süß |
| Aroma | Zitrisch-würzig, anregend |
| Wirkung | Anregend, klar, fröhlich |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stimmung, Antrieb und Stress in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 9-10 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | hoch |
| Ertrag (Outdoor) | hoch |
| Wuchshöhe | Hoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Anfängerfreundlich |
Einführung in AMS
AMS steht für „Anti Mould Strain“ und ist besonders schimmelresistent. Bekannt ist sie für gute Wetterfestigkeit und ein klares, anregendes Gefühl. Eine verwandte Sorte ist Royal Moby.
AMS ist ein Hybrid mit Sativa-Überhang.
Ihre robuste Basis ist die Skunk #1; ihr anregendes Profil teilt sie mit der Amnesia Haze.
Genetik und Herkunft
AMS entstand aus robusten Skunk #1– und Amnesia Haze-nahen Linien, ausgewählt auf hohe Schimmelresistenz.
Die Elternsorten
- Skunk #1: bringt Robustheit und Wetterfestigkeit.
- Amnesia Haze: steuert das anregende, zitrische Profil bei.
Genetische Abstammung von AMS
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von AMS.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von AMS ist zitrisch und würzig, mit einer süßen Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei AMS sind vor allem Limonen, Pinen und Caryophyllen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
| Pinen | Wie Kiefernnadeln | Kommt auch in Kiefern vor. Wird in der Forschung mit Wachheit in Verbindung gebracht. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Die körperliche Wirkung ist leicht. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
AMS wirkt anregend und klar. Viele fühlen sich wach, fröhlich und gut gelaunt.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird AMS im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stimmung | THC und Terpene wie Limonen werden mit stimmungsbezogenen Effekten in Verbindung gebracht. |
| Antrieb und Tagesform | Das sativabetonte Profil wird in Berichten mit anregenden Effekten beschrieben. |
| Stress und Anspannung | Für THC und einzelne Terpene werden Effekte besprochen (bei empfindlichen Personen mit Vorsicht). |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
AMS ist besonders schimmelresistent und gut für feuchtere Regionen. Die Blütezeit liegt bei 9 bis 10 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Dank ihrer Schimmelresistenz eignet sie sich gut für den Außenanbau in feuchterem Klima.
Häufige Fehler
Auch robuste Sorten profitieren von guter Luftzirkulation.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Ist AMS in Deutschland legal?
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Ist AMS in Österreich legal?
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Ist AMS in der Schweiz legal?
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu AMS
Wofür steht AMS?
Für Anti Mould Strain, also eine besonders schimmelresistente Sorte.
Welche Eltern hat AMS?
Robuste Skunk-1- und Amnesia-Haze-nahe Linien.
Ist AMS Indica oder Sativa?
Ein Hybrid mit Sativa-Überhang, eher anregend.
Wie schmeckt AMS?
Zitrisch und würzig, mit einer süßen Note.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 15 und 20 Prozent.
Wie lange blüht AMS?
Etwa 9 bis 10 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
