
Wichtige Fakten zu Mendocino Purps
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Indica-dominant (überwiegend Indica) |
| THC-Gehalt | 15-20% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Mendocino-Landrasse (Kalifornien) |
| Geschmack | Traube, Beere, Kaffee, süß |
| Aroma | Süß-fruchtig nach Traube mit Kaffeenote |
| Wirkung | Entspannend, beruhigend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | mittel bis hoch |
| Ertrag (Outdoor) | hoch |
| Wuchshöhe | Mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Einsteiger bis mittel |
Einführung in Mendocino Purps
Mendocino Purps, oft kurz Mendo Purps, ist eine kalifornische Klon-Sorte mit oft violetten Blüten. Sie ist als Elternteil vieler lila Sorten bekannt. Eine verwandte Sorte ist Mendocino Skunk.
Mendocino Purps ist überwiegend Indica und wirkt entspannend.
Ihre violette Linie steckt unter anderem in der Granddaddy Purple; ihr Profil teilt sie mit der Purple Haze.
Genetik und Herkunft
Mendocino Purps geht auf eine violette Landrasse aus dem Mendocino County in Kalifornien zurück. Diese Linie wird über Klone weitergegeben.
Die Herkunft
- Mendocino-Landrasse (Purple): bringt die violette Farbe, das Traubenaroma und die entspannende Wirkung.
Genetische Abstammung von Mendocino Purps
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Mendocino Purps.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Mendocino Purps ist süß und fruchtig nach Traube, mit einer Kaffeenote. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Mendocino Purps sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Pinen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Pinen | Wie Kiefernnadeln | Kommt auch in Kiefern vor. Wird in der Forschung mit Wachheit in Verbindung gebracht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Mendocino Purps entspannt den Körper angenehm. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Die Stimmung wird oft leichter. Bei höheren Mengen kann die Wirkung schläfrig machen.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Mendocino Purps im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Mendocino Purps bleibt mittelhoch. Kühle Nächte fördern violette Töne. Die Blütezeit liegt bei rund 9 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Sie mag ein mildes bis warmes Klima.
Häufige Fehler
Zu viel Dünger überdeckt das feine Aroma. Oft ist weniger mehr.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Mendocino Purps
Ist Mendo Purps dasselbe wie Mendocino Purps?
Ja, Mendo Purps ist die Kurzform.
Wird Mendocino Purps violett?
Ja, oft. Kühle Nächte fördern die violette Färbung.
Welche bekannten Sorten stammen davon ab?
Unter anderem steckt ihre Linie in der Granddaddy Purple.
Ist Mendocino Purps Indica oder Sativa?
Überwiegend Indica und entspannend.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 15 und 20 Prozent.
Wie lange blüht Mendocino Purps?
Etwa 9 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
