
Wichtige Fakten zu Purple Bud
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Indica (überwiegend Indica) |
| THC-Gehalt | 14-18% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Afghani × Purple-Indica |
| Geschmack | Traube, Beere, erdig |
| Aroma | Süße Traube mit erdiger Note |
| Wirkung | Entspannend, beruhigend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 8 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | hoch |
| Ertrag (Outdoor) | sehr hoch |
| Wuchshöhe | Mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Anfängerfreundlich |
Einführung in Purple Bud
Purple Bud ist eine robuste, wetterfeste Indica, die zuverlässig violette Blüten bildet. Sie eignet sich gut für den Außenanbau.
Purple Bud ist überwiegend Indica und wirkt entspannend.
Ihre erdige Basis stammt von der Afghani; ihre violette Farbe teilt sie mit der Granddaddy Purple.
Genetik und Herkunft
Purple Bud entstand aus der Kreuzung einer Afghani mit einer violetten Indica. Von der einen kommt Harz und Robustheit, von der anderen Farbe und Traubenaroma.
Die Elternsorten
- Afghani: bringt Harz und die entspannende Wirkung.
- Purple-Indica: steuert die violette Farbe und das Traubenaroma bei.
Genetische Abstammung von Purple Bud
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Purple Bud.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Purple Bud ist süß nach Traube und Beere, mit einer erdigen Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Purple Bud sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Linalool wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Linalool | Blumig, wie Lavendel | Kommt auch in Lavendel vor. Wird mit beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Purple Bud entspannt den Körper angenehm. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Die Stimmung wird oft leichter. Bei höheren Mengen kann die Wirkung schläfrig machen.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Purple Bud im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Purple Bud ist robust, sehr ertragreich und blüht mit rund 8 Wochen schnell. Kühle Nächte fördern violette Töne.
Anbau draußen (Outdoor)
Sie ist besonders wetterfest und eignet sich gut für kühlere Outdoor-Regionen.
Häufige Fehler
Weil sie robust ist, wird sie oft überdüngt. Weniger Dünger reicht meist aus.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Purple Bud
Wird Purple Bud violett?
Ja, sehr zuverlässig. Kühle Nächte fördern die Färbung.
Welche Eltern hat Purple Bud?
Eine Kreuzung aus Afghani und einer violetten Indica.
Ist Purple Bud für Anfänger geeignet?
Ja. Sie ist robust, wetterfest und blüht schnell.
Ist Purple Bud Indica oder Sativa?
Überwiegend Indica und entspannend.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 14 und 18 Prozent.
Wie lange blüht Purple Bud?
Etwa 8 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
