
Wichtige Fakten zu Slurricane
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Indica-dominant (überwiegend Indica) |
| THC-Gehalt | 20-26% (sehr hoch) |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Do-Si-Dos × Purple Punch |
| Geschmack | Beere, Traube, süß, cremig |
| Aroma | Süß-fruchtig nach Beere und Traube |
| Wirkung | Tief entspannend, beruhigend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 8-9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | mittel bis hoch |
| Ertrag (Outdoor) | mittel |
| Wuchshöhe | Mittelhoch, oft mit violetten Tönen |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Mittel |
Einführung in Slurricane
Slurricane ist eine moderne, fruchtige Indica. Bekannt ist sie für ihr süßes Beeren- und Traubenaroma und eine tief entspannende Wirkung. Eine verwandte Sorte ist Strawberry Banana.
Slurricane ist überwiegend Indica. Viele nutzen sie am Abend.
Ihre Eltern sind die starke Do-Si-Dos und die süße Purple Punch.
Genetik und Herkunft
Slurricane entstand aus der Kreuzung von Do-Si-Dos und Purple Punch. Von der einen kommt die schwere Kraft, von der anderen das süße Fruchtaroma und die Farbe.
Die Elternsorten
- Do-Si-Dos: bringt die hohe Stärke und die schwere Entspannung.
- Purple Punch: steuert das süße Beeren- und Traubenaroma bei.
Genetische Abstammung von Slurricane
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Slurricane.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Slurricane ist süß und fruchtig nach Beere und Traube, mit cremiger Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Slurricane sind vor allem Caryophyllen, Limonen und Myrcen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Slurricane wirkt schwer und tief entspannend. Viele nutzen sie am Abend. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Zu Beginn hebt sie oft die Stimmung. Danach wird das Gefühl ruhiger und gelöster.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Slurricane im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Slurricane bleibt mittelhoch. Kühle Nächte fördern violette Töne. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Sie mag ein warmes, stabiles Klima.
Häufige Fehler
Die dichten Blüten brauchen gute Luft gegen Schimmel.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Slurricane
Welche Eltern hat Slurricane?
Eine Kreuzung aus Do-Si-Dos und Purple Punch.
Ist Slurricane Indica oder Sativa?
Überwiegend Indica und stark entspannend.
Wie schmeckt Slurricane?
Süß und fruchtig nach Beere und Traube, mit cremiger Note.
Wie stark ist Slurricane?
Sehr stark. Der THC-Gehalt liegt oft bei 20 bis 26 Prozent.
Macht Slurricane müde?
Bei höheren Mengen ja. Deshalb passt sie gut zum Abend.
Wie lange blüht Slurricane?
Etwa 8 bis 9 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- Tanaka, Y., Sasaki, N. & Ohmiya, A. (2008): „Biosynthesis of plant pigments: anthocyanins, betalains and carotenoids.“ The Plant Journal, 54(4), 733–749.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
