
Wichtige Fakten zu King’s Kush
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Indica (überwiegend Indica) |
| THC-Gehalt | 18-24% (sehr hoch) |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | OG Kush × Grape Ape |
| Geschmack | Süß, Traube, erdig |
| Aroma | Süße Traube mit erdiger Kush-Note |
| Wirkung | Sehr stark, schwer entspannend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 8-9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | hoch |
| Ertrag (Outdoor) | mittel |
| Wuchshöhe | Niedrig bis mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Mittel |
Einführung in King’s Kush
King’s Kush verbindet die erdige OG Kush mit der traubigen Grape Ape. Bekannt ist sie für hohe THC-Werte und eine schwere, entspannende Wirkung. Eine verwandte Sorte ist King’s Kush Autoflowering.
King’s Kush ist überwiegend Indica. Wegen der Stärke sollten Einsteiger wenig nehmen.
Genetik und Herkunft
King’s Kush entstand aus der Kreuzung von OG Kush und Grape Ape. Von der einen kommt die erdige Tiefe, von der anderen das süße Traubenaroma.
Die Elternsorten
- OG Kush: bringt die erdige Kush-Tiefe und Stärke.
- Grape Ape: steuert das süße Traubenaroma und die violetten Töne bei.
Genetische Abstammung von King’s Kush
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von King’s Kush.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von King’s Kush ist süß nach Traube, mit einer erdigen Kush-Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei King’s Kush sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Linalool wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Linalool | Blumig, wie Lavendel | Kommt auch in Lavendel vor. Wird mit beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
King’s Kush wirkt sehr stark und schwer entspannend. Wegen der hohen Stärke sollten Einsteiger wenig nehmen. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Die geistige Wirkung ist ruhig und beruhigend. Bei höheren Mengen kann sie schläfrig machen.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird King’s Kush im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
King’s Kush bleibt eher kompakt. Kühle Nächte fördern violette Töne. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Sie mag ein mildes bis warmes Klima.
Häufige Fehler
Die dichten Blüten brauchen gute Luft gegen Schimmel.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu King’s Kush
Wie stark ist King’s Kush?
Sehr stark. Der THC-Gehalt kann 18 bis 24 Prozent erreichen.
Welche Eltern hat King’s Kush?
Eine Kreuzung aus OG Kush und Grape Ape.
Ist King’s Kush Indica oder Sativa?
Überwiegend Indica, schwer und körperbetont.
Wie schmeckt King’s Kush?
Süß nach Traube, mit einer erdigen Kush-Note.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 18 und 24 Prozent.
Wie lange blüht King’s Kush?
Etwa 8 bis 9 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
