
White Siberian ist eine Cannabissorte vom Typ Ausgewogener Hybrid mit einem THC-Gehalt von 18-23% und nur wenig CBD. Genetisch geht sie auf White Widow × AK-47 zurück und blüht in 8-9 Wochen. Das Aroma ist erdig-süß mit harziger Note; die Wirkung gilt als ausgeglichen, kräftig entspannend.
Wichtige Fakten zu White Siberian
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Ausgewogener Hybrid |
| THC-Gehalt | 18-23% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | White Widow × AK-47 |
| Geschmack | Erdig, süß, würzig |
| Aroma | Erdig-süß mit harziger Note |
| Wirkung | Ausgeglichen, kräftig entspannend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Stimmung und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 8-9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | hoch |
| Ertrag (Outdoor) | mittel |
| Wuchshöhe | Mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Anfängerfreundlich |
Einführung in White Siberian
White Siberian ist eine harzige, kräftige Sorte. Bekannt ist sie für viel Harz und eine ausgewogene, entspannende Wirkung. Verwandte Sorten sind Forest Dream und Freddy’s Best.
White Siberian ist ein ausgewogener Hybrid.
Ihre Harzigkeit erbt sie von der White Widow; ihre Stärke von der AK-47.
Genetik und Herkunft
White Siberian entstand aus der Kreuzung von White Widow und AK-47. Beide bringen Harz und Stärke mit.
Die Elternsorten
- White Widow: bringt das viele Harz.
- AK-47: steuert Stärke und ein klares Profil bei.
Genetische Abstammung von White Siberian
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von White Siberian.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von White Siberian ist erdig und süß, mit einer harzigen Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei White Siberian sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Limonen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
White Siberian entspannt den Körper kräftig und angenehm. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Die Wirkung ist ausgewogen. Zu Beginn oft etwas anregend, danach ruhiger.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird White Siberian im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
White Siberian ist robust und harzig. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Auch draußen liefert sie gute Erträge.
Häufige Fehler
Die harzigen Blüten brauchen gute Luft gegen Schimmel.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Ist White Siberian in Deutschland legal?
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Ist White Siberian in Österreich legal?
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Ist White Siberian in der Schweiz legal?
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu White Siberian
Welche Eltern hat White Siberian?
Eine Kreuzung aus White Widow und AK-47.
Ist White Siberian Indica oder Sativa?
Ein ausgewogener Hybrid, kräftig entspannend.
Wie schmeckt White Siberian?
Erdig und süß, mit einer harzigen Note.
Ist White Siberian harzig?
Ja, durch die White Widow bildet sie viel Harz.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 18 und 23 Prozent.
Wie lange blüht White Siberian?
Etwa 8 bis 9 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
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- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
