White Russian: Wirkung, Genetik & Anbau


Nahaufnahme einer dicht mit weißen Trichomen überzogenen White-Russian-Blüte mit hellgrünen Tönen und orangefarbenen Blütenstempeln
White Russian – harzige Blüte mit dichtem Trichombesatz.
Kurz erklärt

White Russian ist eine Cannabissorte vom Typ Indica-dominanter Hybrid mit einem THC-Gehalt von 18-25% und nur wenig CBD. Genetisch geht sie auf White Widow × AK-47 zurück und blüht in 8-9 Wochen. Das Aroma ist erdig-süß mit würziger Note; die Wirkung gilt als stark, entspannend und zugleich klar im Kopf.

Wichtige Fakten zu White Russian

Eigenschaft Details
Typ Indica-dominanter Hybrid
THC-Gehalt 18-25% (sehr hoch)
CBD-Gehalt Niedrig (unter 1%)
Herkunft White Widow × AK-47
Geschmack Erdig, süß, würzig, etwas Kiefer
Aroma Erdig-süß mit würziger Note
Wirkung Stark, entspannend und zugleich klar im Kopf
Medizinische Anwendung Wird mit Stress, Schmerzempfinden und Schlaf in Verbindung gebracht
Blütezeit 8-9 Wochen
Ertrag (Indoor) hoch
Ertrag (Outdoor) hoch
Wuchshöhe Mittelhoch
Schwierigkeitsgrad (Anbau) Anfängerfreundlich

Einführung in White Russian

White Russian ist für ihre hohe Stärke bekannt. Sie verbindet zwei berühmte Klassiker zu einer sehr potenten Sorte. Schon in den 1990er-Jahren gewann sie wichtige Preise. Eine verwandte Sorte ist Black Russian. Eine verwandte Sorte ist Autoflowering White Russian #1.

White Russian ist ein Hybrid, bei dem der Indica-Anteil leicht überwiegt. Ein Hybrid ist eine Kreuzung. Die Wirkung ist stark entspannend, der Kopf bleibt dabei aber oft klar.

Ihre Eltern sind zwei Klassiker dieser Seite: die White Widow und die AK-47.

Genetik und Herkunft

White Russian entstand aus der Kreuzung von White Widow und AK-47. Von der einen kommt das viele Harz, von der anderen die lang anhaltende, kräftige Wirkung.

Die Elternsorten

  • White Widow: bringt die dichte Schicht aus Trichomen (den Harzdrüsen) und die ausgewogene Wirkung.
  • AK-47: sorgt für die hohe Stärke und ein lang anhaltendes Gefühl.

Genetische Abstammung von White Russian

White RussianWhite WidowAK-47

Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von White Russian.

Aroma und Terpenprofil

Das Aroma von White Russian ist erdig und süß, mit einer würzigen Note und einem Hauch Kiefer. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei White Russian sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Pinen wichtig.

Infografik mit White-Russian Key Facts: Typ Indica-dominanter Hybrid, THC 18-25%, Bluetezeit 8-9 Wochen, Genetik White Widow x AK-47 und Terpene Myrcen, Caryophyllen, Pinen
Abbildung 2: White Russian auf einen Blick – Typ, THC, Blütezeit, Genetik und wichtige Terpene.
Terpen Geruch / Geschmack Was in der Forschung dazu besprochen wird
Myrcen Erdig, leicht süß Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen.
Caryophyllen Pfeffrig, würzig Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht.
Pinen Wie Kiefernnadeln Kommt auch in Kiefern vor. Wird in der Forschung mit Wachheit in Verbindung gebracht.

Wirkung und Effekte

Wirkung auf den Körper

White Russian entspannt den Körper stark. Wegen der hohen Stärke sollten Einsteiger nur wenig nehmen. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.

Wirkung auf den Geist

Trotz der Entspannung bleibt der Kopf oft klar. Viele beschreiben ein ruhiges, zufriedenes Gefühl.

Medizinische Anwendung

In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird White Russian im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.

Diskutierte Anwendungsbereiche

Bereich In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang
Stress und Anspannung THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen.
Schmerzempfinden Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht.
Schlaf Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben.
Appetit THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht.

Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.

Anbauinformationen

Anbau drinnen (Indoor)

White Russian ist robust und ertragssicher. Das macht sie gut für Einsteiger. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.

Anbau draußen (Outdoor)

Draußen mag sie ein mildes bis warmes Klima und liefert dort hohe Erträge.

Häufige Fehler

Weil sie so robust ist, wird sie oft überdüngt. Weniger Dünger reicht meist aus.

Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).

Ist White Russian in Deutschland legal?

  • Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
  • Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
  • Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
  • Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
  • Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.

Ist White Russian in Österreich legal?

  • Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
  • Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
  • Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
  • Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.

Ist White Russian in der Schweiz legal?

  • Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
  • Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
  • Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
  • In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.

Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.

Häufig gestellte Fragen zu White Russian

Warum heißt sie White Russian?

Der Name spielt auf die dichte, fast weiße Trichomschicht ihrer Mutter White Widow an.

Welche Eltern hat White Russian?

Eine Kreuzung aus White Widow und AK-47.

Wie stark ist White Russian?

Sehr stark. Der THC-Gehalt liegt oft bei 18 bis 25 Prozent.

Ist White Russian Indica oder Sativa?

Ein Hybrid mit leichtem Indica-Überhang, also eher entspannend.

Ist White Russian für Anfänger geeignet?

Beim Anbau ja. Beim Konsum sollte man wegen der Stärke wenig nehmen.

Wie lange blüht White Russian?

Etwa 8 bis 9 Wochen.

Referenzen und Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
  3. Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
  4. Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
  5. Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
  6. Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
  7. ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
  8. Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.


Redaktioneller Informationsbeitrag für Erwachsene (18+). Keine Konsumaufforderung, keine medizinische Beratung. Affiliate-Links sind als Werbung gekennzeichnet.