
Wer regelmäßig konsumiert, kann beim Aufhören einen Cannabis-Entzug erleben. Typische Symptome sind Reizbarkeit, innere Unruhe, Schlafprobleme, Appetitlosigkeit[1] und Niedergeschlagenheit. Sie sind meist nicht gefährlich und klingen nach 1 bis 2 Wochen ab (Schlaf manchmal später). Bei starkem Konsum oder Problemen hilft professionelle Beratung – kostenlos und anonym.
Gibt es einen Cannabis-Entzug?
Ja. Anders als lange behauptet, kann Cannabis abhängig machen, und beim Absetzen treten Entzugssymptome auf. Sie sind in der Regel milder als bei vielen anderen Substanzen, können aber unangenehm sein. Wie Cannabis Abhängigkeit und Risiken betreffen, steht im Artikel zu Nebenwirkungen und Risiken.
Cannabis-Entzug auf einen Blick
| Punkt | Details |
|---|---|
| Symptome | Reizbarkeit, Unruhe, Schlafprobleme |
| Weitere | Appetitlosigkeit, gedrückte Stimmung |
| Beginn | 1–2 Tage nach dem Aufhören |
| Dauer | meist 1–2 Wochen |
| Gefährlich? | meist nicht, aber unangenehm |
Der typische Verlauf
Die Symptome kommen, erreichen einen Höhepunkt und klingen wieder ab. Die Grafik zeigt den groben Verlauf.
Verlauf der Symptome
Abbildung 1: Am stärksten ist es meist in der ersten Woche.
Was hilft
Hilfreich sind ein geregelter Tagesablauf, Bewegung, ausreichend Trinken und Geduld beim Schlaf. Eine Toleranzpause ist eine mildere Variante, falls es nicht ums komplette Aufhören geht. Wer merkt, dass der Konsum zum Problem geworden ist oder das Aufhören allein nicht klappt, sollte sich Unterstützung holen: Suchtberatungsstellen und Telefon-Hotlines beraten kostenlos und anonym. Das ist keine Schwäche, sondern ein sinnvoller Schritt.
Cannabis-Entzug: Symptome und Verlauf
Wer lange und regelmäßig Cannabis konsumiert hat, kann beim Aufhören Entzugserscheinungen spüren. Beim Cannabis-Entzug sind die Beschwerden meist psychisch, seltener stark körperlich. Typisch sind Reizbarkeit, innere Unruhe, Appetitlosigkeit und vor allem Schlafstörungen mit lebhaften Träumen. Sie zeigen, dass sich der Körper an das THC gewöhnt hatte.
Dahinter steht eine Cannabis-Abhängigkeit: Nicht jeder, der kifft, wird abhängig, aber bei häufigem Cannabiskonsum ist eine Cannabisabhängigkeit (umgangssprachlich Cannabissucht) möglich. Marihuana gilt zwar als „weiche“ Droge, doch eine psychische Abhängigkeit ist real. Wer merkt, dass er nicht mehr ohne kann, sollte das ernst nehmen.
Hilfe beim Entzug
Wer den Cannabis Entzug plant, fragt sich oft nach der Cannabis Entzug Dauer. Beim kalten Entzug (sofortiges Absetzen von Cannabis) sind die körperlichen Entzugserscheinungen meist mild, die psychischen Symptome dafür hartnäckiger. Die Abhängigkeit von Cannabis beginnt häufig schon im Jugendalter. Beim Kiffen aufhören kann eine körperliche Entgiftung nötig sein; bei Begleiterkrankungen oder Sorge vor einem Rückfall ist ärztliche Hilfe (z. B. über den Hausarzt) sinnvoll. Dieser praktische Leitfaden für Betroffene ersetzt keine Therapie.
Ein leichter Entzug lässt sich oft allein bewältigen. Bei stärkerer Abhängigkeit hilft eine Entwöhnung mit Unterstützung: Eine Therapie kann ambulant (z. B. über eine Suchtberatung) oder in schweren Fällen stationär erfolgen. Wichtig ist, den Konsum von Cannabis nicht zu beschönigen und sich Hilfe zu holen – Beratungsstellen sind kostenlos und vertraulich.
Häufige Fragen zum Cannabis-Entzug
Wie lange geht ein Entzug von Cannabis?
Die akuten Entzugserscheinungen beginnen nach 1 bis 3 Tagen, sind nach etwa einer Woche am stärksten und klingen meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen ab.
Wie äußert sich der Entzug von Cannabis?
Vor allem psychisch: Reizbarkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen mit intensiven Träumen. Starke körperliche Symptome sind selten.
Wie lange dauert die Entzugsphase von Cannabis?
Die körperliche Phase ist nach wenigen Wochen vorbei. Das psychische Verlangen kann aber länger anhalten.
Wie lange braucht die Psyche, um sich von Cannabis zu erholen?
Das ist individuell. Schlaf und Stimmung bessern sich oft nach einigen Wochen; bei langem, starkem Konsum kann es Monate dauern.
Kann man von Cannabis abhängig werden?
Ja. Bei regelmäßigem Konsum ist eine Abhängigkeit möglich.[1]
Welche Entzugssymptome gibt es?
Vor allem Reizbarkeit, innere Unruhe, Schlafprobleme und Appetitlosigkeit.
Wie lange dauert ein Cannabis-Entzug?
Meist ein bis zwei Wochen, Schlafprobleme manchmal etwas länger.
Ist ein Entzug gefährlich?
Meist nicht, aber er kann unangenehm sein.
Was hilft beim Aufhören?
Struktur, Bewegung, Geduld – und bei Bedarf professionelle Beratung.
Wo bekomme ich Hilfe?
Bei Suchtberatungsstellen und anonymen Hotlines, kostenlos und vertraulich.
Referenzen und Quellen
- Bahji, A., Stephenson, C., Tyo, R., Hawken, E. R., Seitz, D. P. (2020): „Prevalence of Cannabis Withdrawal Symptoms Among People With Regular or Dependent Use of Cannabinoids: A Systematic Review and Meta-analysis.“ JAMA Network Open, 3(4), e202370. PubMed · DOI
- Grotenhermen, F. (2003): „Pharmacokinetics and pharmacodynamics of cannabinoids.“ Clinical Pharmacokinetics, 42(4), 327–360. PubMed · DOI
