Hanföl: Wirkung, Anwendung und Unterschied zu CBD-Öl


Glasflasche mit grünem Hanföl, Hanfsamen und frischen Hanfblättern auf rustikalem Holz
Hanföl ist ein hochwertiges Speiseöl – und nicht mit CBD-Öl zu verwechseln.[1]
Kurz erklärt

Hanföl wird aus Hanfsamen gepresst und ist ein hochwertiges Speiseöl mit einem günstigen Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6. Es enthält kein THC und kein CBD in nennenswerter Menge – wichtig ist die Abgrenzung zum CBD-Öl. Hanföl ist hitzeempfindlich und gehört in die kalte Küche, etwa in Dressings.

Speiseöl, nicht Wirkstoff

Hanföl ist ein klassisches Lebensmittel: ein nussiges, grünes Öl aus gepressten Hanfsamen. Sein Pluspunkt ist das ausgewogene Verhältnis der Omega-Fettsäuren. Wichtig ist die Unterscheidung: Hanföl ≠ CBD-Öl. CBD-Öl enthält den Wirkstoff Cannabidiol, Hanföl praktisch nicht. Mehr zum Wirkstoff steht im Artikel zu CBD; mehr zur Küche im Beitrag Hanf in der Küche.

Hanföl auf einen Blick

Punkt Details
Herkunft gepresste Hanfsamen
Besonderheit gutes Omega-3-zu-6-Verhältnis
THC / CBD praktisch keines
Verwendung kalte Küche, Dressings, Dips
Nicht geeignet zum scharfen Anbraten

Hanföl ist nicht CBD-Öl

Diese Verwechslung ist häufig. Die Grafik trennt beides.

Hanföl vs. CBD-Öl

HanfölSpeiseöl, kein CBDCBD-Ölenthält Cannabidiol

Abbildung 1: Gleicher Wortstamm, völlig unterschiedliche Produkte.

Richtig verwenden

Hanföl gehört in die kalte Küche: über Salate, in Dressings, Dips oder Quark. Zum scharfen Anbraten ist es nicht geeignet, weil die wertvollen Fettsäuren hitzeempfindlich sind. Im Kühlschrank gelagert bleibt es länger frisch. Wer den nussigen Geschmack mag, kann es auch pur über fertige Gerichte träufeln.

Inhaltsstoffe und Herstellung

Gutes Hanföl wird kaltgepresst: In der Ölmühle werden die Samen der Hanfpflanze bei niedriger Temperatur schonend gepresst, sodass die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. So entsteht ein natives Öl (Hanföl nativ) mit grünlicher Farbe und nussigem Geschmack. Hanföl enthält besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren – allen voran Omega-3 und Omega-6 in einem günstigen Verhältnis – sowie Vitamin E und weitere Vitamine. Diese ungesättigten Fettsäuren machen es ernährungsphysiologisch wertvoll.

Wichtig: Hanfsamenöl ist dasselbe wie Hanföl – es stammt aus den Samen, nicht aus den Blüten. Es enthält daher praktisch kein CBD und kein THC. Achte auf Bio-Qualität: Ein Bio-Hanföl ohne Zusatz liefert die meisten Nährstoffe. Wer Hanföl kaufen will, findet es im Reformhaus, Supermarkt oder online.

Häufige Fragen zu Hanföl

Für was ist Hanföl alles gut?

Als hochwertiges Speiseöl für die kalte Küche (Salate, Dips) und in der Hautpflege. Es liefert viele ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E.

Welches Hanföl bei Schmerzen?

Reines Hanföl (aus Samen) ist ein Lebensmittel, kein Schmerzmittel. Wer Wirkung gegen Beschwerden sucht, verwechselt es oft mit CBD-Öl – das ist etwas anderes und ärztlich abzuklären.

Wie wirkt Hanföl auf die Psyche?

Direkt gar nicht – es enthält kein THC und kein nennenswertes CBD. Seine Omega-Fettsäuren sind aber generell Teil einer gesunden Ernährung.

Wann sollte man Hanföl einnehmen?

Am besten roh, etwa ein Esslöffel über Salat oder ins Müsli. Nicht stark erhitzen, da die Fettsäuren hitzeempfindlich sind.

Ist Hanföl dasselbe wie CBD-Öl?

Nein. Hanföl ist ein Speiseöl ohne nennenswertes CBD. CBD-Öl enthält den Wirkstoff Cannabidiol.

Macht Hanföl high?

Nein, es enthält praktisch kein THC.

Was ist das Besondere an Hanföl?

Sein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren.[1]

Kann ich mit Hanföl braten?

Besser nicht. Es ist hitzeempfindlich und für die kalte Küche gedacht.

Wie bewahre ich Hanföl auf?

Kühl und dunkel, am besten im Kühlschrank.

Wofür eignet sich Hanföl?

Für Dressings, Dips, Quark und zum Verfeinern fertiger Gerichte.

Referenzen und Quellen

  1. Leonard, W., Zhang, P., Ying, D., Fang, Z. (2019): „Hempseed in food industry: Nutritional value, health benefits, and industrial applications.“ Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety, 19(1), 282–308. PubMed · DOI


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