
Wichtige Fakten zu Lavender
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Indica-dominant (überwiegend Indica) |
| THC-Gehalt | 17-22% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Super Skunk × Afghani × Hawaiianisch |
| Geschmack | Blumig, süß, würzig, Lavendel |
| Aroma | Blumig-süß mit Lavendelnote |
| Wirkung | Tief entspannend, beruhigend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stress, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 9 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | mittel bis hoch |
| Ertrag (Outdoor) | mittel |
| Wuchshöhe | Niedrig bis mittelhoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Einsteiger bis mittel |
Einführung in Lavender
Lavender ist eine preisgekrönte Indica mit einem blumigen Aroma, das an echten Lavendel erinnert. Oft zeigt sie schöne violette Blüten. Eine verwandte Sorte ist Caramelo. Eine verwandte Sorte ist Cotton Candy Kush.
Lavender ist überwiegend Indica und wirkt tief entspannend. Viele nutzen sie am Abend.
Über ihren Super-Skunk-Anteil ist sie mit der Super Skunk verwandt; ihre erdige Harzkraft teilt sie mit der Afghani.
Genetik und Herkunft
Lavender entstand aus der Kreuzung von Super Skunk, einer Afghani und einer hawaiianischen Linie. Daher kommt das blumige Aroma und das viele Harz.
Die Elternsorten
- Super Skunk und Afghani: bringen Harz und die schwere Entspannung.
- Hawaiianisch: steuert eine süße Note bei.
Genetische Abstammung von Lavender
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Lavender.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Lavender ist blumig und süß, mit einer würzigen Lavendelnote. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Lavender sind vor allem Linalool, Myrcen und Caryophyllen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Linalool | Blumig, wie Lavendel | Kommt auch in Lavendel vor. Wird mit beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht. |
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Lavender wirkt schwer und tief entspannend. Viele nutzen sie am Abend. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Die geistige Wirkung ist ruhig und beruhigend. Bei höheren Mengen kann sie schläfrig machen.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Lavender im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stress und Anspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Lavender bleibt eher klein. Kühle Nächte fördern die violette Farbe. Die Blütezeit liegt bei rund 9 Wochen.
Anbau draußen (Outdoor)
Sie mag ein mildes bis warmes Klima.
Häufige Fehler
Die dichten Blüten brauchen gute Luft gegen Schimmel.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Lavender
Warum heißt sie Lavender?
Wegen des blumigen Aromas, das an echten Lavendel erinnert.
Ist Lavender Indica oder Sativa?
Überwiegend Indica und tief entspannend.
Wird Lavender violett?
Ja, oft. Kühle Nächte fördern die violette Färbung.
Wie schmeckt Lavender?
Blumig und süß, mit einer würzigen Lavendelnote.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 17 und 22 Prozent.
Wie lange blüht Lavender?
Etwa 9 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
