
Wichtige Fakten zu Caramelo
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Sativa-dominant (überwiegend Sativa) |
| THC-Gehalt | 15-20% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Lavender × südamerikanische Sativa |
| Geschmack | Karamell, süß, blumig |
| Aroma | Süß nach Karamell mit blumiger Note |
| Wirkung | Anregend, fröhlich, klar |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Stimmung, Antrieb und Stress in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 9-10 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | hoch |
| Ertrag (Outdoor) | hoch |
| Wuchshöhe | Hoch |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Mittel |
Einführung in Caramelo
Caramelo ist für ihr süßes Karamell-Aroma mit einer blumigen Note bekannt. Sie ist eine fröhliche Tagessativa.
Caramelo ist überwiegend Sativa und wirkt anregend.
Über ihren Lavender-Anteil ist sie mit der Lavender verwandt; ihre anregende Art teilt sie mit der Durban Poison.
Genetik und Herkunft
Caramelo entstand aus der Kreuzung der Lavender mit einer südamerikanischen Sativa. Von der einen kommt das süß-blumige Aroma, von der anderen die anregende Wirkung.
Die Elternsorten
- Lavender: bringt das süß-blumige Karamell-Aroma.
- Südamerikanische Sativa: steuert die anregende, klare Wirkung bei.
Genetische Abstammung von Caramelo
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Caramelo.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Caramelo ist süß nach Karamell, mit einer blumigen und erdigen Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Caramelo sind vor allem Myrcen, Limonen und Linalool wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
| Linalool | Blumig, wie Lavendel | Kommt auch in Lavendel vor. Wird mit beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Die körperliche Wirkung ist leicht. Sie macht meist nicht müde. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Caramelo wirkt anregend und stimmungshebend. Viele fühlen sich wach, fröhlich und klar.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Caramelo im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Stimmung | THC und Terpene wie Limonen werden mit stimmungsbezogenen Effekten in Verbindung gebracht. |
| Antrieb und Tagesform | Das sativabetonte Profil wird in Berichten mit anregenden Effekten beschrieben. |
| Stress und Anspannung | Für THC und einzelne Terpene werden Effekte besprochen (bei empfindlichen Personen mit Vorsicht). |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Caramelo wird hoch und hat mit 9 bis 10 Wochen eine etwas längere Blütezeit. Höhenkontrolle ist sinnvoll.
Anbau draußen (Outdoor)
In warmem, sonnigem Klima liefert sie hohe Erträge.
Häufige Fehler
Zu wenig Platz nach oben ist ein häufiges Problem. Frühes Biegen der Triebe hilft.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Caramelo
Welche Eltern hat Caramelo?
Eine Kreuzung aus Lavender und einer südamerikanischen Sativa.
Wie schmeckt Caramelo?
Süß nach Karamell, mit einer blumigen und erdigen Note.
Ist Caramelo Indica oder Sativa?
Überwiegend Sativa und eher anregend.
Macht Caramelo müde?
Meist nicht. Sie wirkt eher wach und klar.
Wie hoch ist der THC-Gehalt?
Meist zwischen 15 und 20 Prozent.
Wie lange blüht Caramelo?
Etwa 9 bis 10 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
