
Medizinisches Cannabis gibt es in Deutschland seit 2017 auf Rezept. Seit der Gesetzesänderung 2024 – seitdem ist es kein Betäubungsmittel mehr – ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Mehr Praxen verschreiben, auch über Telemedizin, und die Importmengen nahmen stark zu. Der Markt gilt als wachsend. Dieser Beitrag ordnet die Entwicklung ein (Stand: Juni 2026).
Vom Nischenmarkt zum Wachstumsfeld
Als 2017 das erste Gesetz zu „Cannabis als Medizin“ kam, war der Markt klein. Nur wenige Patientinnen und Patienten erhielten ein Rezept. Das hat sich geändert. Mit der Reform von 2024 wurde die Verordnung einfacher – medizinisches Cannabis ist seither kein Betäubungsmittel mehr.
Die Folge: Mehr Menschen fragen medizinisches Cannabis nach, und mehr Praxen verschreiben es. Wie der Weg zum Rezept abläuft, erklärt der Artikel zu medizinischem Cannabis. Hier geht es um die Marktentwicklung.
Die Entwicklung im Überblick
Die Infografik zeigt den groben Verlauf.

Konkrete Zahlen schwanken je nach Quelle und Zeitraum. Klar ist die Richtung: Die verordneten und importierten Mengen sind nach 2024 deutlich gestiegen. Deutschland gilt heute als einer der größten Märkte für medizinisches Cannabis in Europa.
Was den Markt antreibt
Mehrere Faktoren wirken zusammen. Die Grafik fasst sie zusammen.
Treiber des Wachstums
Abbildung 2: Einfachere Verordnung, Telemedizin und mehr Importe treiben den Markt.
Ein wichtiger Punkt ist die Telemedizin: Online-Sprechstunden machen den Zugang einfacher. Gleichzeitig kommt der größte Teil des medizinischen Cannabis aus dem Import, etwa aus Kanada und anderen Ländern mit etabliertem Anbau.
Chancen und offene Fragen
Ein wachsender Markt bringt Chancen, aber auch Fragen. Diskutiert werden etwa die Qualitätssicherung, die ärztliche Begleitung und die Abgrenzung zum Freizeit-Konsum. Auch die weitere Legalisierung könnte den Markt beeinflussen. Klar ist: Aus einer kleinen Nische ist ein ernstzunehmender Gesundheitsmarkt geworden.
Häufige Fragen zum Markt
Seit wann gibt es medizinisches Cannabis in Deutschland?
Auf Rezept seit 2017.
Warum wächst der Markt seit 2024?
Weil die Verordnung einfacher wurde: Medizinisches Cannabis ist seither kein Betäubungsmittel mehr.
Woher kommt das medizinische Cannabis?
Der größte Teil wird importiert, etwa aus Kanada und anderen Ländern mit etabliertem Anbau.
Welche Rolle spielt die Telemedizin?
Eine große. Online-Sprechstunden erleichtern den Zugang zum Rezept.
Ist Deutschland ein großer Markt?
Ja. Deutschland gilt als einer der größten Märkte für medizinisches Cannabis in Europa.
Gibt es genaue Zahlen?
Die Zahlen schwanken je nach Quelle. Eindeutig ist die steigende Tendenz nach 2024.
Beeinflusst die Legalisierung den medizinischen Markt?
Möglicherweise. Beide Bereiche sind getrennt, hängen aber politisch zusammen.
Referenzen und Quellen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Daten und Begleiterhebung zu Cannabis als Medizin.
- Gesetz „Cannabis als Medizin“ (2017) sowie Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG, 2024).
- Marktberichte von Branchenverbänden und Apothekenstatistiken (laufende Ausgaben).
