
Wichtige Fakten zu Hindu Kush
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Typ | Reine Indica (Landrasse) |
| THC-Gehalt | 15-20% |
| CBD-Gehalt | Niedrig (unter 1%) |
| Herkunft | Landrasse aus dem Hindukusch-Gebirge |
| Geschmack | Erdig, süß, an Sandelholz erinnernd |
| Aroma | Erdig-süß mit holziger Note |
| Wirkung | Schwer entspannend, beruhigend |
| Medizinische Anwendung | Wird mit Entspannung, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht |
| Blütezeit | 7-8 Wochen |
| Ertrag (Indoor) | mittel |
| Ertrag (Outdoor) | mittel bis hoch |
| Wuchshöhe | Niedrig, buschig |
| Schwierigkeitsgrad (Anbau) | Anfängerfreundlich |
Einführung in Hindu Kush
Hindu Kush ist eine sehr alte Sorte. Sie ist eine Landrasse. Eine Landrasse ist eine alte, natürlich gewachsene Sorte aus einer bestimmten Region. Eine verwandte Sorte ist Mango. Verwandte Sorten sind Chocolate Chunk, Maple Leaf Indica und Nepal Kush. Eine verwandte Sorte ist Romulan. Verwandte Sorten sind Red Dragon und Purple Queen. Verwandte Sorten sind Violator Kush und Yumbolt. Verwandte Sorten sind Purple Afghan Kush und Grape Kush. Verwandte Sorten sind Deep Chunk und Deep Purple. Verwandte Sorten sind Hash Ultimate und Special Kush. Verwandte Sorten sind Skunk Kush, Malana Bomb Autoflowering und Ogre. Eine verwandte Sorte ist Buddha Kush OG.
Sie stammt aus dem Hindukusch, einem Gebirge zwischen Afghanistan und Pakistan. Dort hat sie sich über sehr lange Zeit an das raue Klima angepasst. Das erklärt ihr vieles Harz.
Als reine Indica ist Hindu Kush ein wichtiger Baustein vieler moderner Sorten. So steckt sie zum Beispiel in der OG Kush. Auch der Kush-Teil von Sorten wie der Bubba Kush geht auf diese Region zurück. Eng verwandt ist auch die robuste Master Kush.
Genetik und Herkunft
Hindu Kush ist nicht das Ergebnis einer gezielten Kreuzung. Sie ist über viele Generationen natürlich gewachsen. Das macht ihre Genetik besonders stabil. Eine verwandte Sorte ist Purple Kush.
Die Herkunft
- Afghanisch-pakistanische Landrasse: an das kalte, trockene Bergklima angepasst. Sie sorgt für das viele Harz, den kompakten Wuchs und die schwere, entspannende Wirkung.
Genetische Abstammung von Hindu Kush
Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Hindu Kush.
Aroma und Terpenprofil
Das Aroma von Hindu Kush ist erdig und süß, mit einer holzigen Note, die an Sandelholz erinnert. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Hindu Kush sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Limonen wichtig.

| Terpen | Geruch / Geschmack | Was in der Forschung dazu besprochen wird |
|---|---|---|
| Myrcen | Erdig, leicht süß | Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen. |
| Caryophyllen | Pfeffrig, würzig | Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht. |
| Limonen | Zitrusartig | Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht. |
Wirkung und Effekte
Wirkung auf den Körper
Hindu Kush wirkt schwer und tief entspannend. Viele nutzen sie am Abend. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.
Wirkung auf den Geist
Die geistige Wirkung ist ruhig und beruhigend. Bei höheren Mengen kann sie schläfrig machen.
Medizinische Anwendung
In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Hindu Kush im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.
Diskutierte Anwendungsbereiche
| Bereich | In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang |
|---|---|
| Entspannung | THC und Terpene wie Myrcen werden mit entspannenden Effekten in Verbindung gebracht. |
| Schlaf | Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben. |
| Schmerzempfinden | Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht. |
| Appetit | THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht. |
Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.
Anbauinformationen
Anbau drinnen (Indoor)
Hindu Kush bleibt klein und buschig. Das ist ideal für wenig Platz. Die Blütezeit ist mit 7 bis 8 Wochen kurz. Als Landrasse ist sie sehr robust.
Anbau draußen (Outdoor)
Sie kommt auch mit kühleren und trockenen Bedingungen gut zurecht. Das macht sie zu einer dankbaren Outdoor-Sorte.
Häufige Fehler
Weil sie so robust ist, wird sie oft überdüngt. Weniger Dünger reicht meist aus.
Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).
Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)
- Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
- In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.
- Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
- Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
- Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
- Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.
Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)
- Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
- Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
- Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
- Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.
Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)
- Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
- Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
- Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
- In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.
Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.
Häufig gestellte Fragen zu Hindu Kush
Was ist eine Landrasse?
Eine alte, natürlich gewachsene Sorte aus einer bestimmten Region. Hindu Kush ist ein bekanntes Beispiel.
Ist Hindu Kush Indica oder Sativa?
Hindu Kush ist eine reine Indica und wirkt stark entspannend.
Welche Sorten stammen von Hindu Kush ab?
Viele Kush-Sorten, zum Beispiel Teile der OG Kush.
Macht Hindu Kush müde?
Bei höheren Mengen ja. Deshalb passt sie gut zum Abend.
Ist Hindu Kush für Anfänger geeignet?
Ja. Sie ist robust, bleibt klein und blüht schnell.
Wie lange blüht Hindu Kush?
Etwa 7 bis 8 Wochen.
Referenzen und Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022.
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI: 10.1111/j.1476-5381.2011.01238.x
- Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. DOI: 10.1073/pnas.0803601105
- Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. DOI: 10.3389/fpls.2016.00019
- Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72.
- ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548.
- Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233.
