Myrcen: Das häufigste Terpen in Cannabis


Erdige Kräuter, eine reife Mango und ein Cannabisblatt – Symbol für das Terpen Myrcen
Myrcen sorgt für den typisch erdigen Cannabis-Duft.
Kurz erklärt

Myrcen ist in vielen Cannabis-Sorten das häufigste Terpen. Es riecht erdig, moschusartig und leicht süß und kommt auch in Mango, Hopfen und Thymian vor. In der Forschung wird Myrcen mit entspannenden Effekten in Verbindung gebracht. Der Mythos, eine Mango vor dem Konsum verstärke den Rausch, ist aber nicht belegt.

Das prägende Terpen

Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Myrcen ist dabei eine Art Hauptdarsteller: In vielen Sorten ist es das mengenmäßig häufigste Terpen und prägt den typischen, erdigen Cannabis-Geruch. Mehr über Terpene allgemein steht im Artikel zu Terpenen in Cannabis.

Myrcen auf einen Blick

Punkt Details
Aroma erdig, moschusartig, leicht süß
Auch in Mango, Hopfen, Thymian
Häufigkeit oft das häufigste Terpen
Wird besprochen mit entspannenden Effekten
Mango-Mythos nicht belegt

Wo Myrcen sonst vorkommt

Myrcen ist kein reines Cannabis-Terpen. Die Grafik zeigt bekannte Quellen.

Myrcen in der Natur

MangoHopfenThymianCannabisÜberall sorgt Myrcen für eine erdige Note.

Abbildung 1: Den erdigen Duft kennt man auch von Mango und Hopfen.

Wirkung und Mythen

Myrcen wird häufig mit einem entspannenden, „schwer machenden“ Effekt in Verbindung gebracht – oft im Zusammenhang mit dem Entourage-Effekt, also dem Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen. Das ist plausibel, aber nicht endgültig bewiesen. Auch der populäre „Mango-Trick“ gehört ins Reich der Mythen: Es gibt keinen Beleg, dass eine Mango den Rausch verstärkt.

Häufige Fragen zu Myrcen

Was ist Myrcen?

Ein Terpen, das in vielen Cannabis-Sorten am häufigsten vorkommt und erdig riecht.

Wonach riecht Myrcen?

Erdig, moschusartig und leicht süß.

Wo kommt Myrcen noch vor?

Zum Beispiel in Mango, Hopfen und Thymian.

Welche Wirkung wird Myrcen nachgesagt?

Eine eher entspannende. Bewiesen ist das aber nicht abschließend.

Stimmt der Mango-Trick?

Nein, dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg.

Ist viel Myrcen gut oder schlecht?

Weder noch – es ist Geschmackssache und prägt vor allem das Aroma.

Referenzen und Quellen

  1. Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7).
  2. Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa.“ Plant Science, 284.
  3. Sommano, S. R. et al. (2020): „The Cannabis Terpenes.“ Molecules, 25(24).


Redaktioneller Informationsbeitrag für Erwachsene (18+). Keine Konsumaufforderung, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Stand bei Veröffentlichung; Gesetze und Studienlage können sich ändern.