
Landrassen sind ursprüngliche Cannabis-Sorten, die über lange Zeit in einer bestimmten Region natürlich gewachsen sind – etwa in Afghanistan, Thailand oder Südafrika. Sie sind die genetische Basis fast aller modernen Sorten. Durch Kreuzung entstanden daraus die heutigen Hybriden. Landrassen gelten als robust und sind ein wertvoller Genpool für die Zucht.[1]
Die Wurzeln der Sorten
Bevor es Hochleistungssorten gab, wuchs Cannabis über Jahrhunderte wild in bestimmten Regionen. Diese an ihr Klima angepassten Sorten nennt man Landrassen. Aus ihnen stammen die Eigenschaften, die heutige Sorten ausmachen – von Aroma bis Wuchsform. Mehr zur Vielfalt der Wirkstoffe steht im Artikel zu den Cannabinoiden.
Landrassen auf einen Blick
| Punkt | Details |
|---|---|
| Was? | ursprüngliche, regionale Sorten |
| Beispiele | Afghanica, Thai, Durban |
| Eigenschaft | an ihre Region angepasst, robust |
| Bedeutung | genetische Basis moderner Sorten |
| Heute | selten in reiner Form |
Von der Landrasse zum Hybrid
Die Grafik zeigt, wie aus alten Sorten neue wurden.
Genetische Herkunft
Abbildung 1: Landrassen sind die Eltern und Großeltern heutiger Sorten.
Wer Sorten vergleicht, stößt schnell auf Begriffe wie Indica und Sativa – auch diese Wuchsformen gehen auf regionale Landrassen zurück. Bekannte Sorten wie Northern Lights tragen viel Landrassen-Erbe in sich.
Warum Landrassen wertvoll sind
Landrassen sind über Generationen an ihre Umgebung angepasst und oft besonders widerstandsfähig. Für Züchter sind sie ein wichtiger Genpool: Aus ihnen lassen sich neue Eigenschaften gewinnen, etwa Robustheit oder besondere Aromen. Reine Landrassen sind heute aber selten – umso wichtiger ist ihr Erhalt.
Berühmte Landrassen weltweit
Landrassensorten sind traditionell über viele Generationen an ihre Heimatregion angepasste Cannabissorten. Zu den berühmtesten zählt der Hindu Kush aus dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebirge – eine reine Indica mit erdigem Aroma und kurzer Blütezeit. Auch der afghanische Kush prägte unzählige moderne Sorten. Auf der Sativa-Seite stehen tropische Klassiker: Durban Poison aus Südafrika, Acapulco Gold und Colombian Gold aus Mittel- und Südamerika sowie die afrikanische Malawi.
Diese reinen Sativas und Indicas wachsen in ihrer Heimat unter freiem Himmel und sind perfekt an ihr tropisches oder bergiges Klima angepasst. Aus ihnen wurden später die meisten Hybriden gezüchtet. Wer originale Landrassen anbauen möchte, braucht reguläre Samen (engl. Seeds) – diese liefern oft einen geringeren Ertrag und brauchen beim Anbau mehr Geduld, sind genetisch aber besonders wertvoll und stabil.
Häufige Fragen zu Landrassen
Welche Cannabis-Landrassen sind am bekanntesten?
Sehr bekannt sind Hindu Kush, Afghani, Durban Poison, Acapulco Gold, Colombian Gold und Malawi.
Sind Landrassen Indica oder Sativa?
Beides: Bergsorten wie der Hindu Kush sind reine Indicas, tropische Sorten wie Durban Poison reine Sativas.
Bringen Landrassen viel Ertrag?
Meist weniger als moderne Hybriden. Dafür sind sie robust, stabil und genetisch ursprünglich.
Was ist eine Landrasse?
Eine ursprüngliche Cannabis-Sorte, die natürlich in einer bestimmten Region gewachsen ist.
Welche Landrassen sind bekannt?
Zum Beispiel Afghanica, Thai und Durban.
Warum sind Landrassen wichtig?
Sie sind die genetische Basis moderner Sorten und ein wertvoller Genpool.
Was ist der Unterschied zu Hybriden?
Hybriden sind Kreuzungen verschiedener Sorten, Landrassen sind die ursprünglichen Ausgangssorten.
Gibt es heute noch reine Landrassen?
Selten. Die meisten Sorten im Umlauf sind Hybriden.
Sind Landrassen besonders stark?
Nicht unbedingt stark im THC, aber oft robust und an ihr Klima angepasst.
Referenzen und Quellen
- Grassa, C. J., Weiblen, G. D., Wenger, J. P. et al. (2021): „A new Cannabis genome assembly associates elevated cannabidiol (CBD) with hemp introgressed into marijuana.“ New Phytologist, 230(4), 1665–1679. PubMed · DOI ↩
- Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. PubMed · DOI

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